Die Mühe hat sich gelohnt: Gäste aus Mably fühlten sich in Wannweil sehr wohl

 

WANNWEIL. Das vergangene Wochenende war eindrucksvoller Beweis für den Erfolg von Partnerschaftskomitee und Gemeinde in ihrem jahrelangen Engagement für die Städtepartnerschaft mit Mably. 110 Gäste aus Mably und dessen Partnergemeinden Wantage-Grove in England und Puerto Lumbreras in Spanien machten deutlich, wie lebendig die inzwischen gewachsene Freundschaft ist - dass sie weit mehr ist als ein offizielles Besuchsprogramm. Da die Vertragsunterzeichnung schon in Mably erfolgte, war dieses Wochenende „nur“ eine Feier auf deutschem Boden für die offizielle Besiegelung der sich seit acht Jahren entwickelnden Partnerschaft beider Gemeinden – und gerade deswegen besonders beeindruckend, weil nichts mehr geregelt werden musste. Die Gäste kamen nicht aus Pflicht sondern aus Freude, denn es haben sich schon neue Kontakte ergeben und ist kein kleiner Kreis Interessierter sondern Hunderte von Menschen mögen sich und freuen sich auf ein Wiedersehen.

 

Beim Arbeitstreffen beider Partnerschaftskomitees wurden die Weichen für die Zukunft gestellt – mehr Zusammenarbeit neuer Gruppen. Nachdem schon der Junge Chor gute Verbindungen hat, werden die beiden Albvereine gemeinsame Wanderungen und Ausflüge organisieren und die Schützenvereine intensiveren Kontakt aufnehmen und gemeinsame Aktionen planen. „Da ist schon viel entstanden, das war ein schöner Abend“, kam als Rückmeldung vom Musikverein nach dem Treffen im Musikerheim im Anschluss an das Schulfest. Ganz sicher ist, dass beide Musikvereine mehr gemeinsam machen werden als die Europahymne zu spielen. Natürlich soll auch aus dem interaktiven Wannweiler Mediendorf eine virtuelle deutsch-französische Gemeinschaftsaktion werden - E-Mail und SMS interessieren nicht nur die jungen Leute, sind aber für die junge Generation ein Anlass sich für die Partnerschaft zu interessieren. „Ein Chat in französisch wäre cool“, bemerkte jemand im Tischgespräch beim Schulfest. Es besteht auch Interesse zwischen Schulen einen Austausch zu machen, wobei sogar die benachbarte Realschule in Kirchentellinsfurt sich vielleicht beteiligen würde.

 

Natürlich ist so etwas nicht kurzfristig planbar, aber die beiden Partnerschaftskomitees stehen jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung. Ihnen und der Gemeinde ist es zu verdanken, dass alles überhaupt realisiert werden konnte und auch dieses Wochenende wieder alles reibungslos klappte. Computer liefen noch bis kurz vor Ankunft der Gäste für Übersetzungen der Reden, Predigt und Programme in drei Sprachen. Alle „Übersetzer“ und natürlich auch die vielen fleißigen Helfer in allen Bereichen vom privaten Gastgeber bis zum Bauhof hatten wenig vom Rahmenprogramm, da sie pausenlos im Einsatz waren. Egal, ob jemand etwas vergessen hatte oder ein schnell aufgebauter Pavillon Schutz vor der sengenden Sonne bieten konnte- alles war schnell und perfekt organisiert. 110 private Übernachtungsmöglichkeiten wurden gefunden – was ohne Interesse der Wannweiler nicht machbar wäre und letzte Zweifler an dem Projekt überzeugen könnte – und viele Einzelheiten gab es zu regeln. Die Mühe hat sich gelohnt - Wannweil präsentierte sich von Fahnen und Schildern „Partner in Europa“ bis zum großen Abschiedsessen in strahlendem Glanz - und der kam nicht nur von der Sonne sondern aus den Herzen der Menschen. Wahre Gefühlsausbrüche waren bei Ankunft und Abschied zu beobachten –grenzenlose Verbundenheit statt Sprachbarrieren. „Au Revoir“ und „Auf Wiedersehen“ waren keine leeren Worte sondern Versprechen für weitere Treffen, die keinesfalls immer so groß sein müssen. Die Bilder zeigen einen Überblick über Programm und Herzlichkeit.