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Rückblick 2010- - Liebe dein inneres Kind -- Vortrag von Martin Mybes--Jahreshauptversammlung 2010 -- |
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Das vergangene Jahr brachte für unseren Verein wesentliche Veränderungen. Schon auf der Jahreshauptversammlung wurde in dem Bericht unseres Kassenwarts Ralf Knop deutlich, dass die Zahl der Beitragszahler jährlich sinkt und die Zahl derer, die Leistungen der Diakoniestation in Anspruch nehmen, ständig steigt. Das wachsende Defizit muss also ausgeglichen werden und deshalb ermächtigte die Mitgliederversammlung den Vorstand, im Verbund mit den anderen Krankenpflegevereinen eine Neuregelung mit der Diakoniestation Härten zu vereinbaren. Das ist geschehen, und am 1. Juli trat das neue Leistungsverzeichnis in Kraft. Sie finden es unter dem Stichwort „Leistungen“ auf dieser Homepage.
Bei der Nachbarschaftshilfe bleibt die bisherige Regelung, der Höchstbetrag wurde aber auf 30 Euro Ermäßigung pro Monat begrenzt.
Bei den Pflegeleistungen wurden die Preisnachlässe bei pflegerischen Leistungen der Diakoniestation gestrichen. Stattdessen wurde eine Beteiligung von 25 % an dem Betrag von rund einem Euro eingeführt, den jeder Patient pro Besuch der Diakoniestation als Investitionszuschlag zahlen muss und der von keiner Pflegekasse erstattet wird. Für den Einzelnen ergibt sich damit in den meisten Fällen ein geringerer Preisnachlass. Andererseits kommen künftig dafür mehr Mitglieder in den Genuss einer Vergünstigung.
Wir hatten auch eine Erhöhung des Mitgliederbeitrags erwogen, aber selbst eine Verdoppelung des Beitrags hätte das Defizitproblem nicht für längere Zeit lösen können.
Die Diakoniestation Härten wird in immer größerem Umfang in Anspruch genommen. Das ist einerseits erfreulich und auch ein Zeichen dafür, dass die Patienten sehr zufrieden sind, auf der anderen Seite wird die Personalnot immer größer, denn qualifizierte Fachkräfte sind sehr schwer oder gar nicht zu bekommen.
Unsere Veranstaltungen im letzten Jahr waren durchweg gut besucht. Der Vortrag von Ludmilla Reimer über das „innere Kind“ am 18. März gab wichtige Anregungen, wie man für sich selbst sorgen und eigene Selbstheilungskräfte in Gang setzen kann.
Sehr zufrieden waren wir mit dem positiven Echo unseres „Nachmittages der Begegnung“. Zum ersten Mal wollte das Wetter nicht mitspielen, wir trafen uns deshalb in großer Zahl statt auf Lüdeckes Ranch im Gemeindehaus. Vor allem die musikalische Begleitung durch die Brüder Mayer und der Bläsergruppe des Posaunenchors sorgte für beste Stimmung und bildete den Rahmen für angeregte Gespräche.
Am 10. November sprach Martin Mybes über das Thema „Müssen Altenheime so sein?“ In der lebhaften anschließenden Diskussion wurden Vorschläge erörtert, die sich ganz konkret hier in Wannweil im „Haus in der Dorfmitte“ umsetzen lassen.
Die letzte Veranstaltung in diesem Jahr war ein Nachmittag mit Frau Fieselmann im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft „Besuchsdienst Wannweil“ zum Thema „Demenzkranke verstehen und begleiten“.
Es gab gute, weiterführende und wegweisende Antworten auf viele Fragen, die gestellt wurden. Besonders Angehörige, die selbst zu Hause pflegen, bewerteten das Gespräch und den Gedankenaustausch mit anderen Betroffenen sehr positiv.
Alle Veranstaltungen haben wir zusammen mit dem Freundeskreis Pflegehaus durchgeführt, die Vorträge auch zusammen mit der Gemeindebücherei. Wir freuen uns über das sehr gute Miteinander und werden die Zusammenarbeit im nächsten Jahr fortsetzen.
Wer sich dem Kreis unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter im Besuchsdienst oder im Haus in der Dorfmitte anschließen will, ist herzlich willkommen. Es muss nicht gleich eine fest geplante Tätigkeit sein. Wer Zeit hat, auch nur mal gelegentlich einen Heimbewohner zu besuchen, einen kleinen Spaziergang zu machen oder in unserer Bastelgruppe mitzuarbeiten, der möge sich bitte beim Vorsitzenden des Krankenpflegevereins, Hauke Petersen, telefonisch melden. Ich kenne fast alle Heimbewohner persönlich und kann den passenden Kontakt vermitteln.
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Über 50 Zuhörer folgten gebannt dem Vortrag von Ludmilla Reimer, zu dem Krankenpflegeverein und Bücherei Wannweil am 18. März 2010 gemeinsam eingeladen hatten.
In eindringlichen Bildern und Beispielen aus ihrer therapeutischen Praxis zeigte die Psychiatriekrankenschwester, wie es dem Erwachsenen gelingen kann, in sich hineinzuspüren und den Dialog mit dem eigenen inneren Kind aufzunehmen, durch Fürsorge für dieses innere Kind zugleich für sich selber zu sorgen und die eigenen Selbstheilungskräfte in Gang zu setzen.
Viele Fragen aus dem Publikum machten im Anschluss deutlich, dass die Gedanken Ludmilla Reimers aufgenommen und mit dem eigenen Leben verknüpft wurden.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Missbrauchsskandale stellte die Referentin eindeutig klar, dass es unentschuldbare Taten gibt, bei denen Vergebung fast unmöglich ist. Ein klares Schuldbekenntnis des Täters kann dem Opfer jedoch eine große Hilfe sein, das zeigt eindeutig die therapeutische Praxis.
Auch weiterhin werden Krankenpflegeverein und Bücherei mit wichtigen Themen in Wannweil an die Öffentlichkeit treten.
Hauke Petersen
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Vortrag von Martin Mybes „Müssen Pflegeheime so sein“ am 10. November 2010
Eine ausführliche und lebhafte Diskussion folgte dem anregenden Vortrag von Martin Mybes von der Vinzenz von Paul GmbH zum Thema „Müssen Pflegeheime so sein?“
Heimleitung, Mitarbeiterinnen, Angehörige, Interessierte und Mitglieder des Freundeskreis Pflegeheim waren vertreten, und so kam es dann auch zu ganz konkreten Vorschlägen, die sich im Haus in der Dorfmitte umsetzen lassen, wenn das Heim weiterhin versuchen will, zu einem Zuhause zu werden. Dabei wurde deutlich, dass eine wichtige Voraussetzung dafür die Mitbeteiligung und Mitentscheidung von Bewohnern, Angehörigen und ehrenamtlichen Mitarbeitern sein kann. Und Herr Mybes konnte aus seiner reichen Erfahrung auch zeigen, welchen Spielraum es für das Beschreiten ungewöhnlicher Wege gibt.
Frau Ulmer-Trauner wies mit ihrem Büchertisch auf eine Reihe von lesenswerten Büchern hin, die zum Thema Alter und Pflege in der Gemeindebücherei ausgeliehen werden können.
Hauke Petersen
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Auch schlechtes Wetter kann eine schöne Tradition entstehen lassen.
Schon zum zweiten Mal musste der Nachmittag der Begegnung, wie im Vorjahr, von Lüdeckes Ranch ins Gemeindehaus verlegt werden und die Hoffnung, dieses würde am 9. Juni 2011 verwaist bleiben, wurde leider enttäuscht.
Mit leichter Wehmut konnte man sich an die sonnigen Nachmittage unter schattigen Bäumen auf der Ranch erinnern, aber das tat der fröhlichen Stimmung keinen Abbruch.
Wieder waren es die 60plus Bläsergruppe des Wannweiler Posaunenchors und die Brüder Albert und Hermann Mayer, die mit bekannten Melodien unterhielten und zum Mitsingen anregten. Der Saal war gut gefüllt, fast alle Bewohner des Hauses in der Dorfmitte waren erschienen und eine große Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern Wannweils, die das Alter von 80 Jahren bereits erreichten oder schon überschritten. Die vielen Helfer hatten alle Hände voll zu tun, um die Gäste mit Kaffe und den gespendeten leckeren selbstgebackenen Kuchen zu verwöhnen.
Und trotzdem: der Krankenpflegeverein würde von der neuen Tradition gern abweichen und 2012 einen Frühsommernachmittag der Begegnung endlich mal wieder bei Sonnenschein auf Lüdeckes Ranch gestalten.
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Gut besucht war die Jahreshauptversammlung des Krankenpflegevereins am 26. März 2011, zu der Vorsitzender Hauke Petersen als Gäste auch Bürgermeisterin Rösch, Pfarrer Gläser und Frau Hain von der IAV-Stelle Kusterdingen begrüßen konnte.
Gemeinsames Singen von Volksliedern und eine Bewirtung mit Kaffee und Hefezopf durch einige freundliche Helferinnen sorgten wieder für eine freundliche und lockere Atmosphäre. Frau Hain erläuterte mit Beispielen, wie hilfreich die IAV-Stelle sein kann, wenn ein Pflegefall eintritt und damit für die Betroffenen viele Fragen und Probleme auftauchen. Sie dankte dem Krankenpflegeverein auch im Namen der Diakoniestation für die bedeutende finanzielle Unterstützung im letzten Jahr.
Martina Traub-Kaiser und Hauke Petersen berichteten über gut besuchte Veranstaltungen, allerdings konnte der Kinästhetik-Kurs wegen zu geringer Beteiligung nur in verkürzter Form stattfinden.
In seinem Kassenbericht machte Ralf Knop deutlich, dass die Änderung des Leistungsverzeichnisses im letzten Jahr unvermeidlich war, weil die Mitglieder immer älter werden und immer mehr Preisnachlässe in Anspruch nehmen. Nur so konnte der Krankenpflegeverein seine Existenz sichern.
Der Krankenpflegeverein, so Hauke Petersen in einem Ausblick, wird weiterhin die Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Pflegehaus und der Gemeindebücherei verstärken, es sind gemeinsame Veranstaltungen geplant wie Töpfern, zusammen mit Jugendlichen, und offenes Singen, aber auch ein Erzählcafe von Älteren für Jüngere, für das sich auch gleich einige Mitglieder zur Verfügung stellten. Auch Bürgermeisterin Rösch betonte in ihrem Grußwort die Gemeinsamkeiten zwischen Freundeskreis und Krankenpflegeverein in dem Bemühen, das Seniorenzentrum zu einem lebendigen ,Haus in der Dorfmitte" werden zu lassen.
Frau Rösch beantragte die Entlastung von Kassenwart und Vorstand, die einstimmig erteilt wurde.
Dann galt es Abschied zu nehmen. Martina Traub-Kaiser kandidierte nach 9 Jahren Vorstandstätigkeit, davon drei Jahre als stellvertretende Vorsitzende, nicht mehr für eine neue Wahlperiode. Ebenso Christan Rasp, die 6 Jahre dem Vorstand angehörte. Hauke Petersen dankte im Namen des Vorstandes beiden Frauen, die humorvoll, nachdenklich, pragmatisch und zupackend viele Jahre lang die Zusammenarbeit prägten.
Der gesamte Vorstand war neu zu wählen. Christa Ehlert und Susanne Weichbrodt wurden als Beisitzerinnen einstimmig wieder gewählt, ebenso Ralf Knop als Kassier und Hauke Petersen als erster Vorsitzender.
Barbara Ketterer stellte sich für des Amt der stellvertretenden Vorsitzenden und zur Verfügung, Erhard Treutlein kandidierte als Beisitzer. Beide wurden einstimmig gewählt, und so kann der Vorstand in vollständiger Besetzung an die vielfältigen Aufgaben der Zukunft herangehen.
Hauke Petersen
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