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Förderverein der Uhlandschule Wannweil e.V. |
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Forum zur Zukunft des FördervereinsLesen Sie zum Thema auch:
Protokoll vom 28. Januar 2004 ( Anwesend:Frau Bürgermeisterin Annette Rösch, Frau Rektorin Beatrice Bantlin, Frau Elke Dreher, Lehrerin an der Uhlandschule, Herr Volker Steinmaier, Hauptamtsleiter der Gemeinde Wannweil, die Mitarbeiterinnen der Kernzeitbetreuung, die Vorstandsmitglieder und 19 Teilnehmer/-innen
Heide Lindenberger stellt vor Diskussionsbeginn die gegenwärtige Situation des Fördervereins dar, der zwar so viele Mitglieder wie noch nie, aber auch so wenig aktive Mitglieder wie noch nie hat - nämlich nur vier, also nicht einmal genug, um einen kompletten Vorstand zu wählen. Das heißt: der Förderverein läuft gerade im "Notbetrieb". Welche Alternativen, welche Perspektiven gibt es? Der Vorstand sieht drei verschiedene Möglichkeiten, die sich aus der mangelnden Mitarbeit ergeben müssen: Eine wünschenswerte, weil positive Alternative ist nach Ansicht des Vorstands eine Veränderung der Organisationsstruktur: mehrere Arbeitsgruppen übernehmen die Aufgaben des Fördervereins, das heißt, dass die Aufgaben auf viele Schultern verteilt werden. Dazu möchte der Vorstand gerne die Meinung der Anwesenden hören. Er erhofft sich von der Diskussion Vorschläge, wie es gelingen könnte, mehr Engagement zu erreichen.
An dieser Stelle übergibt Frau Lindenberger Frau Rösch die Gesprächsleitung.
Die Mitglieder des Fördervereins sind überwiegend Mütter, berufstätige Frauen mit Kindern. Warum sollen berufstätige Mütter in ihrer knappen Freizeit die Betreuung ihrere Kinder organisieren? Ist es da nicht sinnvoll, nach anderen Trägern zu suchen, sei es die Gemeinde, sei es der Sportverein o.a.. Der Förderverein könne sich dann wie andere Schulfördervereine der Unterstützung des schulischen Angebots widmen. Frau Rösch warnt davor, die Kernzeitbetreuung als Hauptaufgabe des Fördervereins abzugeben und vorhandene Strukturen nicht zu nutzen. Sie stellt noch einmal klar, dass die Gemeinde die Kernzeitbetreuung nicht unter den gleichen Bedingungen wie der Förderverein anbieten könne, da sie nicht wie dieser in den Genuss der Fördergelder des Landes komme. Mit dem Aufgeben der Kernzeitbetreuung als Kernaufgabe verliere der Verein seine eigentliche Daseinsberechtigung und nicht zuletzt die Gelder des Oberschulamts, die etwa 90 Prozent des Vereinsbudgets ausmachen. Frau Rösch macht das Angebot, Herrn Steinmaier als Vertreter der Gemeinde in den Vorstand des Fördervereins zu entsenden. Er könne dann die Verwaltungsaufgaben des Vorstands übernehmen. Dieses Angebot nehmen die Vorstandsmitglieder mit großer Erleichterung an.
Erklären sich vielleicht eher Mitglieder für eine Mitarbeit im Vorstand bereit, wenn es dafür eine Bezahlung gibt? Die Vorstandmitglieder stellen klar, dass mit einer Aufwandsentschädigung das Hauptproblem nicht gelöst sei: die zeitliche Belastung, die mit der Vorstandsarbeit in der bisherigen Form einhergeht. Frau Rösch warnt, dass bezahlte Vorstandsarbeit in der Regel nur Unruhe in den Verein bringt, dass der Verein von dieser Lösung sich auch nur schwer wieder verabschieden kann. Auf lange Sicht sei eine solche Regelung der "Tod des Ehrenamts".
Auf den Vorschlag einer Kernzeitbetreuerin, nach dem Vorbild der Kernzeitbetreuung in Reutlingen-Rommelsbach aus dem Kreise der Mitarbeiterinnen eine Vorstandsvorsitzende zu wählen, reagieren der Vorstand und die Teilnehmer zurückhaltend. Eine Satzungsänderung wäre die Voraussetzung dafür, eine der Betreuerinnen in den Vorstand zu wählen. Hierfür muss aber ein entsprechender Antrag in der Mitgliederversammlung eingebracht und verhandelt werden.
Die beiden anwesenden Gründungsmitglieder des Fördervereins, Frau Häfner und Frau Kurz, warnen davor, dem Förderverein zu viele Aufgaben aufzubürden. Die Konzentration auf die Kernzeitbetreuung verlange schon genug Mühe und Zeit. Man solle darauf achten, sich nicht zu verzetteln. Es wäre schon immer so gewesen, dass nur wenige Mitglieder aktiv mitarbeiten. In der anschließenden Diskussion wird klar, dass sich der Vorstand und ein großer Teil der anwesenden Mitglieder von einem breiteren Spektrum auch mehr Engagement erwarten - ein Engagement nicht nur von den Eltern, die auf die Kernzeitbetreuung angewiesen sind, sondern auch von Eltern, die für ihre Kinder ein größeres Angebot an der Schule wünschen. Anhand einiger Beispiele zeigt der Vorstand auf, dass einzelne Aufgaben schnell und unkompliziert gelöst werden konnten. Der Förderverein bietet nämlich eine hervorragende Trägerstruktur, um verschiedene Projekte an der Schule zu verwirklichen. Eine Grundsatzentscheidung über das Selbstverständnis des Fördervereins ist also notwendig: "Kernzeitverein" oder Schulförderverein. Die gegenwärtige Situation hat gezeigt, dass die bisherige Vereinsstruktur nicht ausreicht, um ein breiteres Aufgabenfeld abzudecken. Der Vorstand erläutert eine mögliche Aufteilung der Aufgaben auf Arbeitsgruppen: Kernzeitbetreuung, Ferienbetreuung, Erweiterung des schulischen Angebots, Unterstützung schulischer Aktivitäten, Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat, Öffentlichkeitsarbeit, Beteiligung am Gemeindeleben und ähnliches mehr - überschaubare und/oder zeitlich befristete Projekte. Frau Rösch stellt die Frage an die Runde, wer bereit sei, sich an solch einer Arbeitsgruppe oder an einem einzelnen Projekt zu beteiligen. Dazu gibt es keine Meldungen.
Frau Rösch bittet die Vorstandsmitglieder, darüber Auskunft zu geben, wie groß die zeitliche Belastung und der Aufwand für die Vorstandarbeit ist, und ob sie bereit sind, bei einer Verbesserung der Situation weiterzumachen. Der zeitliche Aufwand allein für die Kernzeitbetreuung beläuft sich auf etwa acht Stunden in der Woche. Wenn die Gemeinde diesen Posten übernähme, wäre der Vorstand sehr entlastet. Außer Frau Lindenberger, die sich aus familiären Gründen entschieden hat, mit der Vorstandsarbeit aufzuhören, können sich alle Vorstandsmitglieder eine Weiterarbeit vorstellen, wenn die aufgezeigten Perspektiven umgesetzt werden können.
Der Förderverein und seine Leistungen sind bei den Eltern mit Kindern an der Uhlandschule und auch den dortigen Lehrkräften viel zu wenig bekannt. Der Förderverein wird immer gleich gesetzt mit der Kernzeitbetreuung, von der allerdings auch nicht allgemein bekannt ist, wie und von wem sie organisiert wird. Eine Verbesserung der Offentlichkeitsarbeit des Fördervereins ist daher dringend notwendig, wenn mehr Engagement erreicht werden soll. Artikel im Gemeindeboten werden nicht wahrgenommen. Folgende Anregungen kamen von den Teilnehmerinnen der Veranstaltung:
Abschließend stellt Frau Rösch klar, dass die Kernzeitbetreuung zwar in irgendeiner Form bestehen bleiben wird, dass aber das Fortbestehen des Fördervereins noch lange nicht gesichert ist. Sie regt an, dass eines der Vorstandsmitglieder bis zur nächsten Jahreshauptversammlung den Vorsitz übernehmen könne. Bis dahin wäre abzusehen, ob Veränderungen in der Organisationsstruktur greifen. Wegen der mangelnden Resonanz auf ihre Frage nach Mitarbeit im Verein appelliert sie an die Anwesenden, Mitverantwortung zu übernehmen und die Vorstandsfrauen nicht mit der Verantwortung allein zu lassen.
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Letzte Änderung 2004-Mrz-08 |
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