Förderverein der Uhlandschule Wannweil e.V.

  
  
 
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  

Forum zur Zukunft des Fördervereins


Lesen Sie zum Thema auch:
Protokoll vom 28. Januar 2004 (Protokoll als pdf-Datei 28 kB)
Anwesend:
Frau Bürgermeisterin Annette Rösch, Frau Rektorin Beatrice Bantlin, Frau Elke Dreher, Lehrerin an der Uhlandschule, Herr Volker Steinmaier, Hauptamtsleiter der Gemeinde Wannweil, die Mitarbeiterinnen der Kernzeitbetreuung, die Vorstandsmitglieder und 19 Teilnehmer/-innen
  1. Begrüßung
  1. Bericht der Vorstandvorsitzenden Heide Lindenberger
  • Vorstellung der Vorstandsmitglieder
  • Kernzeitbetreuung:
    • Aufstockung des Personals
    • Ausdehnung der Betreuungszeiten auf 14.00 Uhr
    • Umgestaltung und Neumöblierung des Kernzeitraums
    • Einführung eines Schnuppernachmittags für die Schulanfänger
  • Ferienbetreuung
    • Ausdehnung der Ferienbetreuung auf 16 Tage (Ostern 2, Pfingsten 2, Sommer 10, Herbst 2)
  • Veranstaltungen mit der Schule
    • Aktionsnachmittag / Spieltag mit Geräten der Firma Holz-Hoerz (Pedalo), an dem über 200 Kinder teilnahmen
    • Schnupperkurs Englisch für die ersten und zweiten Klassen (über 70 Kinder)
    • AG Selbstbehauptung für die 4. Klassen (über 40 Kinder)
    • Unterstützung des Elternbeirats bei dem Projekt Hausaufgabenbetreuung, das jetzt am 01.02.2004 anläuft: Förderverein übernimmt die Personalverwaltung und die finanzielle Abwicklung
  • Öffentlichkeitsarbeit / Elternarbeit
    • regelmäßige Rundbriefe an die Eltern der Kernzeitkinder
    • regelmaßige Berichte im Gemeindeboten
    • Bedarfsermittlung für die Kernzeitbetreuung in den Kindergärten
    Bilanz: Es konnte viel erreicht werden, die Bilanz kann sich sehen lassen, doch viele Ideen, die der Vorstand hatte, konnten mangels personeller Kapazitäten nicht realisiert werden.
  1. Bericht aus der Kernzeitbetreuung
    Die fünf Betreuerinnen stellen sich und ihre Arbeit vor. Betreuuungszeiten von 7.30 Uhr bis Unterrichtsbeginn, von Unterrichtsende, meistens 11.00 bis 14.Uhr.In der Kernzeitbetreuung wird vor allem gespielt und gebastelt. Wer mag, kann in einem Raum im Erdgeschoss, den die Schulleitung zur Verfügung gestellt hat, auch seine Hausaufgaben machen. Die Mitarbeiterinnen waren maßgeblich an der Ferienbetreuung beteiligt.
  1. Braucht die Schule einen Förderverein?
  • Stellungnahme der Leiterin der Uhlandschule Frau Bantlin:
    Der Förderverein ist Finanzträger nicht nur von der Kernzeitbetreuung, sondern auch von der Hausaufgabenbetreuung, von der AG Selbstbehauptung und manch anderen schulischen Veranstaltungen. Der Förderverein agiert sehr still im Hintergrund. Er erweitert mit seiner Arbeit das Angebot der Schule auf unverzichtbare Weise.
  • Stellungnahme der Frau Bürgermeisterin Annette Rösch:
    Der Förderverein und die von ihm getragene Kernzeitbetreuung hat in seiner Geschichte mehrere politische Veränderungen überstehen müssen. Zunächst die schwierige Anfangszeit, als eine kleine Gruppe betroffener Eltern den Förderverein gründete, um eine Kernzeitbetreuung einzurichten. Hier hätte die Gemeinde den Verein sowohl fachlich als auch finanziell unterstützt, um den offensichtlichen Bedarf abdecken zu helfen. Mit Einführung der "verlässlichen Grundschule", sei die Notwendigkeit der Kernzeitbetreuung wieder in Frage gestellt worden. Doch es hätte sich bald gezeigt, dass die "verlässliche Grundschule" nicht ausreicht, dass die Kernzeitbetreuung erhalten bleiben muss, damit Eltern einer Beruftätigkeit nachgehen können. Wegen der Förderung der Kernzeitbetreuung durch das Land im Rahmen der "verlässlichen Grundschule" war in den letzten Jahren eine finanzielle Unterstützung des Fördervereins von Seiten der Gemeinde nicht notwendig gewesen - dennoch wurde in jedem Haushalt Geld für den Förderverein bereitgestellt. Ganz aktuell hat der Gemeinderat 1600 Euro bewilligt für die vom Elternbeirat der Uhlandschule initiierte und vom Förderverein getragene Hausaufgabenbetreuung für die Grundschule. Die Gemeinde unterstützt Initiativen dieser Art, auf die sie auch angewiesen ist, um auf politische Veränderungen reagieren zu können. So lässt sich die finanzielle Unterstützung der Hausaufgabenbetreuung nicht zuletzt auch als eine Wertschätzung der Arbeit des Fördervereins verstehen.
  1. Wege aus der Krise - Diskussion über die Perspektiven des Fördervereins
    1. 1 Gegenwärtige Situation

    Heide Lindenberger stellt vor Diskussionsbeginn die gegenwärtige Situation des Fördervereins dar, der zwar so viele Mitglieder wie noch nie, aber auch so wenig aktive Mitglieder wie noch nie hat - nämlich nur vier, also nicht einmal genug, um einen kompletten Vorstand zu wählen. Das heißt: der Förderverein läuft gerade im "Notbetrieb".

    Welche Alternativen, welche Perspektiven gibt es? Der Vorstand sieht drei verschiedene Möglichkeiten, die sich aus der mangelnden Mitarbeit ergeben müssen:

    1. Der Förderverein löst sich auf, die Zukunft der Kernzeitbetreuung ist unklar.
    2. Die Kernzeitbetreuung bekommt einen anderen Träger, der Förderverein konzentriert sich auf die Unterstützung des schulischen Angebots
    3. Der Förderverein konzentriert sich auf die Organisation der Kernzeitbetreuung und gibt die anderen Aufgaben auf: wie z. B. Erweiterung des schulischen Angebots, Ferienbetreuung, Unterstützung schulischer Aktivitäten

    Eine wünschenswerte, weil positive Alternative ist nach Ansicht des Vorstands eine Veränderung der Organisationsstruktur: mehrere Arbeitsgruppen übernehmen die Aufgaben des Fördervereins, das heißt, dass die Aufgaben auf viele Schultern verteilt werden. Dazu möchte der Vorstand gerne die Meinung der Anwesenden hören. Er erhofft sich von der Diskussion Vorschläge, wie es gelingen könnte, mehr Engagement zu erreichen.

    1. 2 Diskussion und Vorschläge

    An dieser Stelle übergibt Frau Lindenberger Frau Rösch die Gesprächsleitung.

    1. 2.1 Kernzeit abtrennen vom Förderverein

    Die Mitglieder des Fördervereins sind überwiegend Mütter, berufstätige Frauen mit Kindern. Warum sollen berufstätige Mütter in ihrer knappen Freizeit die Betreuung ihrere Kinder organisieren? Ist es da nicht sinnvoll, nach anderen Trägern zu suchen, sei es die Gemeinde, sei es der Sportverein o.a.. Der Förderverein könne sich dann wie andere Schulfördervereine der Unterstützung des schulischen Angebots widmen.

    Frau Rösch warnt davor, die Kernzeitbetreuung als Hauptaufgabe des Fördervereins abzugeben und vorhandene Strukturen nicht zu nutzen. Sie stellt noch einmal klar, dass die Gemeinde die Kernzeitbetreuung nicht unter den gleichen Bedingungen wie der Förderverein anbieten könne, da sie nicht wie dieser in den Genuss der Fördergelder des Landes komme. Mit dem Aufgeben der Kernzeitbetreuung als Kernaufgabe verliere der Verein seine eigentliche Daseinsberechtigung und nicht zuletzt die Gelder des Oberschulamts, die etwa 90 Prozent des Vereinsbudgets ausmachen.

    Frau Rösch macht das Angebot, Herrn Steinmaier als Vertreter der Gemeinde in den Vorstand des Fördervereins zu entsenden. Er könne dann die Verwaltungsaufgaben des Vorstands übernehmen. Dieses Angebot nehmen die Vorstandsmitglieder mit großer Erleichterung an.

    1. 2.2 Bezahlte Vorstandsarbeit

    Erklären sich vielleicht eher Mitglieder für eine Mitarbeit im Vorstand bereit, wenn es dafür eine Bezahlung gibt? Die Vorstandmitglieder stellen klar, dass mit einer Aufwandsentschädigung das Hauptproblem nicht gelöst sei: die zeitliche Belastung, die mit der Vorstandsarbeit in der bisherigen Form einhergeht. Frau Rösch warnt, dass bezahlte Vorstandsarbeit in der Regel nur Unruhe in den Verein bringt, dass der Verein von dieser Lösung sich auch nur schwer wieder verabschieden kann. Auf lange Sicht sei eine solche Regelung der "Tod des Ehrenamts".

    1. 2.3 Modell "Rommelsbach", Betreuerin als Vorstandsvorsitzende

    Auf den Vorschlag einer Kernzeitbetreuerin, nach dem Vorbild der Kernzeitbetreuung in Reutlingen-Rommelsbach aus dem Kreise der Mitarbeiterinnen eine Vorstandsvorsitzende zu wählen, reagieren der Vorstand und die Teilnehmer zurückhaltend. Eine Satzungsänderung wäre die Voraussetzung dafür, eine der Betreuerinnen in den Vorstand zu wählen. Hierfür muss aber ein entsprechender Antrag in der Mitgliederversammlung eingebracht und verhandelt werden.

    1. 2.4 Kernzeitverein oder Schulförderverein -
      Konzentration auf Kernzeit oder Organisation in Arbeitsgruppen
-

    Die beiden anwesenden Gründungsmitglieder des Fördervereins, Frau Häfner und Frau Kurz, warnen davor, dem Förderverein zu viele Aufgaben aufzubürden. Die Konzentration auf die Kernzeitbetreuung verlange schon genug Mühe und Zeit. Man solle darauf achten, sich nicht zu verzetteln. Es wäre schon immer so gewesen, dass nur wenige Mitglieder aktiv mitarbeiten.

    In der anschließenden Diskussion wird klar, dass sich der Vorstand und ein großer Teil der anwesenden Mitglieder von einem breiteren Spektrum auch mehr Engagement erwarten - ein Engagement nicht nur von den Eltern, die auf die Kernzeitbetreuung angewiesen sind, sondern auch von Eltern, die für ihre Kinder ein größeres Angebot an der Schule wünschen. Anhand einiger Beispiele zeigt der Vorstand auf, dass einzelne Aufgaben schnell und unkompliziert gelöst werden konnten. Der Förderverein bietet nämlich eine hervorragende Trägerstruktur, um verschiedene Projekte an der Schule zu verwirklichen.

    Eine Grundsatzentscheidung über das Selbstverständnis des Fördervereins ist also notwendig: "Kernzeitverein" oder Schulförderverein. Die gegenwärtige Situation hat gezeigt, dass die bisherige Vereinsstruktur nicht ausreicht, um ein breiteres Aufgabenfeld abzudecken. Der Vorstand erläutert eine mögliche Aufteilung der Aufgaben auf Arbeitsgruppen: Kernzeitbetreuung, Ferienbetreuung, Erweiterung des schulischen Angebots, Unterstützung schulischer Aktivitäten, Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat, Öffentlichkeitsarbeit, Beteiligung am Gemeindeleben und ähnliches mehr - überschaubare und/oder zeitlich befristete Projekte.

    Frau Rösch stellt die Frage an die Runde, wer bereit sei, sich an solch einer Arbeitsgruppe oder an einem einzelnen Projekt zu beteiligen. Dazu gibt es keine Meldungen.

    1. 2.5 Vorstandsarbeit

    Frau Rösch bittet die Vorstandsmitglieder, darüber Auskunft zu geben, wie groß die zeitliche Belastung und der Aufwand für die Vorstandarbeit ist, und ob sie bereit sind, bei einer Verbesserung der Situation weiterzumachen.

    Der zeitliche Aufwand allein für die Kernzeitbetreuung beläuft sich auf etwa acht Stunden in der Woche. Wenn die Gemeinde diesen Posten übernähme, wäre der Vorstand sehr entlastet. Außer Frau Lindenberger, die sich aus familiären Gründen entschieden hat, mit der Vorstandsarbeit aufzuhören, können sich alle Vorstandsmitglieder eine Weiterarbeit vorstellen, wenn die aufgezeigten Perspektiven umgesetzt werden können.

    1. 2.6 Öffentlichkeitsarbeit

    Der Förderverein und seine Leistungen sind bei den Eltern mit Kindern an der Uhlandschule und auch den dortigen Lehrkräften viel zu wenig bekannt. Der Förderverein wird immer gleich gesetzt mit der Kernzeitbetreuung, von der allerdings auch nicht allgemein bekannt ist, wie und von wem sie organisiert wird. Eine Verbesserung der Offentlichkeitsarbeit des Fördervereins ist daher dringend notwendig, wenn mehr Engagement erreicht werden soll. Artikel im Gemeindeboten werden nicht wahrgenommen. Folgende Anregungen kamen von den Teilnehmerinnen der Veranstaltung:

  • regelmäßige Elternabende für die Kernzeitbetreuung - Informationen über die Organisation der Kernzeitbetreuung und der Ferienbetreuung. Hierbei bestehe dann die Möglichkeit, Eltern direkt auf eine MItarbeit anzusprechen.
  • Verteilung der Elternbriefe über den Boten der Gemeinde und/oder die Schule
  • Information an jedem Elternabend in jeder Klasse über die aktuellen Projekte des Fördervereins - Bitte an die Elternvertreter, vor den Elternabenden beim Förderverein die neuesten Informationen zu erfragen
  • Information am ersten Elternabend der Schulleitung für die Schulanfänger
  • Information der Eltern der Vorschulkinder in den Kindergärten an den dortigen Elternabenden - bisher Elternbrief und Bedarfsermittlung
  • Anwesenheit am Anmeldetag der Schulanfänger - wurde bereits regelmässig angeboten
  • Infostand am ersten Schultag - bereits installiert
  • Präsenz auf den gesellschaftlichen Veranstaltungen in der Gemeinde: Dorffest, Weihnachtsmarkt u.ä.
  1. Resumee

    Abschließend stellt Frau Rösch klar, dass die Kernzeitbetreuung zwar in irgendeiner Form bestehen bleiben wird, dass aber das Fortbestehen des Fördervereins noch lange nicht gesichert ist. Sie regt an, dass eines der Vorstandsmitglieder bis zur nächsten Jahreshauptversammlung den Vorsitz übernehmen könne. Bis dahin wäre abzusehen, ob Veränderungen in der Organisationsstruktur greifen. Wegen der mangelnden Resonanz auf ihre Frage nach Mitarbeit im Verein appelliert sie an die Anwesenden, Mitverantwortung zu übernehmen und die Vorstandsfrauen nicht mit der Verantwortung allein zu lassen.

 

     
  
  


Letzte Änderung 2004-Mrz-08