Förderverein der Uhlandschule Wannweil e.V.

  
  
 
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
   Schwäbisches Tagblatt                                              4. Juni 2005

Auch für Hauptschüler

Der Förderverein schafft mehr Betreuungsplätze

WANNWEIL (job). Der Förderverein der Uhlandschule Wannweil weitet im nächsten Schuljahr sein Betreuungsangebot aus: Der Lern-und Spielclub wird dann auch den Hauptschüler(in-ne)n der fünften und sechsten Klasse offen stehen.

"Wenn ich mit Hausaufgaben fertig bin, dann spielen wir Memory", sagt Hysnie und strahlt. Die Neunjährige besucht den Lern- und Spielclub an der Uhlandschule zweimal die Woche, jeweils für eineinhalb Stunden - und das mit Begeisterung. Und lernt so nebenbei besseres Deutsch, und dass Hausaufgaben keine unlösbare Hürde darstellen müssen. Wie Hysnie besuchen derzeit rund 30 Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse in fünf Gruppen den Lern- und Spielclub, in dem immer eine qualifizierte Betreuerin als Aufsicht und Ansprechpartnerin präsent ist.

Das macht der Förderverein der Uhlandschule im nächsten Schuljahr auch für Kinder möglich, die dort die Hauptschule besuchen. Erstmal richtet sich das Angebot nur an die fünfte und sechste Klasse und ist auf ein Jahr befristet: "Wir wollen uns nicht gleich so einen Riesenschuh anziehen", erklärt Martina Goerlich vom Vorstand. Je nachdem wie das Projekt anlaufe, könne man es immer noch erweitern. Bei den Grundschülern sind die Erfahrungen gut: "Bei einigen sind tatsächlich Notenverbesserungen zu beobachten", sagt Inken Zyschka, wie Volker Steinmaier Vorsitzende des Vereins, "die Kinder gehen selbstbe-wusster in den Unterricht, weil sie etwas geschafft haben." Um den Austausch zwischen Lehrer(inne)n und Betreuerinnen kümmert sich Rektorin Beatrice Bantlin. Dank zahlreicher Sachspenden verfügen die Gruppen auch über eine angemessene Ausstattung an Lernmaterialien und Spielen.

Die Betreuerinnen haben alle eine pädagogische Ausbildung oder langjährige Erfahrung mit der Hausaufgabenbetreuung - und werden alle vom Verein bezahlt, der auch schon mal eine Fortbildung finanziert. Möglich ist das dank Fördergeldern von Regierungspräsidium ( 4125 Euro) und Gemeinde (1600 Euro), auch wenn bisher jährlich ein geringes Defizit bleibt, das durch Spenden oder Einnahmen beim Schulfest ausgeglichen wird.

Um sein Kind in den Lern- und Spielclub schicken zu können, müssen die Eltern nicht Mitglied im Förderverein sein. Lediglich ein extra niedrig gehaltener Monatsbeitrag von fünf Euro wird für die Eltern fällig. "Wir wollen einen guten Dienst an den Kindern tun", erklärt Steinmaier die Motivation des Fördervereins, "und der Pisa-Problematik entgegenwirken."

  

     
  
  

Letzte Änderung 2005-Juni-04